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Feldflur

Rund die Hälfte der Landfläche Deutschlands entfällt auf die Feldflur, die damit einen großen Teil unserer Landschaft prägt. Auf den ersten Blick erscheint sie oft weit und einheitlich, doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein vielschichtiger Lebensraum. Äcker, Brachen, Feldraine, Wege, Gräben und Säume bilden ein Mosaik aus unterschiedlichen Strukturen. Dieses kann zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung, Brutplätze und Rückzugsräume bieten – sofern der Mensch sie nicht zu stark nutzt.
Viele Arten der offenen Landschaft sind eng an die Bedingungen der Feldflur angepasst. Bodenbrütende Vögel, spezialisierte Insekten, Ackerwildkräuter und Kleinsäuger können nur überleben, sofern ausreichend Strukturvielfalt und zeitlich abgestufte Nutzungsformen vorhanden sind. Dabei spielen besonders die Übergangsbereiche zwischen bewirtschafteten Flächen und ungenutzten Randstrukturen eine entscheidende Rolle.
Gleichzeitig zählt die Feldflur zu den Lebensräumen, die am stärksten vom Menschen geprägt sind. Intensive Nutzung, der Verlust von Kleinstrukturen und der hohe Einsatz von Pestiziden haben vielerorts zu einem deutlichen Rückgang der Artenvielfalt geführt. Umso wichtiger ist es deshalb, die ökologischen Zusammenhänge dieses Lebensraums und der auf ihn angewiesenen Arten zu verstehen und zu erkennen, mit welchen Maßnahmen er naturnäher gestaltet werden kann.
Strukturreiche Feldflur, (c) Siggy Nowak/Pixabay
Strukturreiche Feldflur
(c) Siggy Nowak/Pixabay
Bilder in Kacheln: alle NABU-naturgucker.de: Feldflur Grundwissen (c) Pixabay, Feldflur kompakt (c) Gudrun Treiber