NABU|naturgucker Akademie

Lamellenpilze Aufbauwissen

Reiter

Bilder im Karussell: alle NABU-naturgucker.de, 1 (c) Winfried Rusch, 2 (c) Frank Hoffmann, 3 (c) Peter Widmann, 4 (c) Birgit Kurth, 5 (c) Gerd Herrmann, 6 (c) Kertin Berger, 7 (c) Kurt Schröder, 8 (c) Rudolf Binding; Bilder in Kacheln: alle NABU/naturgucker.de, Einstieg (c) Thomas Thieme, Kapitel 1 (c) Regine Schadach, Kapitel 2 (c) Rolf Jantz, Kapitel 3 (c) Jens Wörner, Kaptiel 4 (c) Ralph Bergs, Kapitel 5 (c) Rita Lüder, Abschluss (c) Hans Schwarting
/
Die Lamellenpilze bilden eine der auffälligsten und artenreichsten Gruppen unter den Großpilzen. Ihr Hauptmerkmal sind die feinen, blattartigen Strukturen, die sogenannten Lamellen, an der Unterseite des Hutes. Auf diesen Lamellen werden die Sporen zur Vermehrung produziert. Durch diese Bauweise wird die Oberfläche stark vergrößert, was eine besonders effiziente Ausbreitung ermöglicht.
In vielen unterschiedlichen Lebensräumen kommen Lamellenpilze vor – sei es im Wald, in Mooren, auf Wiesen und natürlich auch in Gärten. Sie erfüllen in der Natur wichtige ökologische Aufgaben. Einige Arten zersetzen Holz oder abgestorbenes organisches Material, während andere in enger Symbiose mit Pflanzen leben. Neben ihrer ökologischen Rolle beeindrucken Lamellenpilze durch ihre enorme Vielfalt in Form, Farbe und Größe – von kleinen, eher unauffälligen Arten bis hin zu stattlichen Speisepilzen wie dem Champignon oder den Steinpilz-Verwandten. Diese Kombination aus ihrer allgegenwärtigen Präsenz und ihrer großen Vielfalt macht die Lamellenpilze zu einer besonders spannenden Gruppe im Reich der Pilze.

Der Aufbaukurs „Lamellenpilze Aufbauwissen” umfasst rund 16 Stunden Gesamtlernzeit, in denen ihr euch in diese spannende Organismengruppe einarbeiten könnt. Dabei ist es hilfreich, wenn ihr über Vorkenntnisse über Pilze verfügt, zum Beispiel aus unseren Lernangeboten → Pilze Grundwissen und → Pilze Aufbauwissen.
/
Dr. Rita Lüder
Seit ihrer Kindheit ist Rita gern in der Natur. Die Faszination für diese unerschöpfliche Quelle bunter Formen, spannender Beobachtung und leckerer Pflanzen und Pilze treibt sie heute noch an. Das Biologiestudium und ihre anschließende Promotion mit Schwerpunkt Botanik haben ihr einiges an Fachwissen gebracht, doch fast auch das Staunen und die Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung vergessen lassen – all dies und noch viel mehr hat sie wiedergefunden.
Bei verschiedenen Bildungseinrichtungen bietet sie Seminare zu Pflanzen und Pilzen an – inzwischen meist zusammen mit ihrem Mann Frank. Außerdem malt und fotografiert sie gern und gestaltet damit Lernmaterialien und Bücher. Gemeinsam mit ihrem Mann hat Rita unter anderem die Ausbildung zum → PilzCoach ins Leben gerufen. In ihrem neuesten Projekt → Entdecker des Mikrokosmos geht es darum, die Natur mit neuen Augen zu entdecken.
Bei der NABU|naturgucker-Akademie hat Rita unterstützt durch Frank und den Pilzkenner Peter Karasch auch die Lernangebote → Pilze Grundwissen und → Pilze Aufbauwissen veröffentlicht. 
Dr. Rita Lüder
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… erkennen Lamellenpilze mithilfe von Gattungsporträts und identifizieren mittels interaktiver Übungen einheimische Pilzgattungen mit einzelnen Arten anhand morphologischer Kennzeichen.
Inhalte: Liste der ausgewählten Pilzgattungen; Artporträts
Wolliger Milchling (Lactifluus vellereus), (c) Andre Fischer/NABU-naturgucker.de
Wolliger Milchling (Lactifluus vellereus)
(c) Andre Fischer/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… können innerhalb der Lamellenpilze anhand von morphologischen oder ökologischen Ähnlichkeiten eine Zuordnung in Verwandtschaftsgruppen treffen und die Merkmale von Gattungen erkennen (aufbauend auf den Modulen → Pilze Grundwissen und → Pilze Aufbauwissen).
Inhalte: Vorstellung einiger Gattungen innerhalb der Lamellenpilze und deren ökologische Bedeutung
Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist ein Braunsporer, (c) Rolf Jantz/NABU-naturgucker.de
Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)
ist ein Braunsporer
(c) Rolf Jantz/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… können die Bedeutung der Sporenpulverfarbe für die Bestimmung von Lamellenpilzen einschätzen.
Inhalte: Merkmale ausgewählter Pilzgattungen; Bedeutung der Sporenpulverfarbe für das Bestimmen von (hauptsächlich) Lamellenpilzen
… können durch Zuordnung der Gattungen ihre Bestimmungskompetenz ausbauen.
Inhalte: Bestimmungsrelevante Merkmale je nach Gattung; Beobachtungsübungen
… wissen um die Bedeutung des Lebensraumes, um ökologische Kriterien in die Bestimmung einfließen zu lassen.
Inhalte: Bedeutung der Lebensweise für die Zuordnung zu ökologischen Kriterien
Elfenbein-Schneckling (Hygrophorus eburneus), (c) Bernhard Konzen/NABU-naturgucker.de
Elfenbein-Schneckling (Hygrophorus eburneus)
(c) Bernhard Konzen/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… erfahren die Bedeutung einzelner Gattungen für das Ökosystem (Sapro-, Xylobionten und Mykorrhiza).
Inhalte: Vorstellung einiger Gattungen mit ihrer ökologischen Bedeutung; Zeigerarten innerhalb einzelner Gattungen
Einer der bekanntesten Lamellenpilze: der Parasol (Macrolepiota procera), (c) Alexandra Wochinger/NABU-naturgucker.de
Einer der bekanntesten Lamellenpilze:
der Parasol (Macrolepiota procera)
(c) Alexandra Wochinger/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… lernen Pilzgattungen kennen, die für bestimmte Lebensräume typisch sind (Sapro-, Xylobionten und Mykorrhiza).
Inhalte: Vorstellung einiger Gattungen mit ihren Vorlieben für bestimmte Lebensräume; Zeigerarten innerhalb einzelner Gattungen
Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist ein Lamellenpilz und ein Mykorrhiza-Pilz, (c) Winfried Rusch/NABU-naturgucker.de
Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) ist
ein Lamellenpilz und ein Mykorrhiza-Pilz
(c) Winfried Rusch/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… sind mit Arten aus einzelnen Gattungen vertraut, die für besondere, schützenswerte Lebensräume typisch sind.
Inhalte: Vorstellung einiger Gattungen/Arten mit ihren Vorlieben für bestimmte Lebensräume; Zeigerarten innerhalb einzelner Gattungen
Seidiger Glöckling (Entoloma sericeum), (c) Markus Koschinsky/NABU-naturgucker.de
Seidiger Glöckling (Entoloma sericeum)
(c) Markus Koschinsky/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… lernen einfache makrochemische Reaktionen kennen, um Pilzarten innerhalb bestimmter Gattungen zu unterscheiden.

Inhalte: Makrochemie
… nutzen das → Meldeportal von NABU|naturgucker, um Arten ausgewählter Gattungen in ihrer Umgebung zu finden und ihre Beobachtungen zu dokumentieren.
Inhalte: Nutzung des Meldeportals von NABU|naturgucker
Orangemilchender Helmling (Mycena crocata), (c) Rita Lüder/NABU-naturgucker.de
Orangemilchender Helmling (Mycena crocata)
(c) Rita Lüder/NABU-naturgucker.de
Ergänzend zu den Online-Lerninhalten bieten wir euch eine kostenlose Natur-App, die euch beim Lernen unterstützen soll und mit der ihr eure Beobachtungen erfassen und – falls gewünscht – direkt auf dem → Meldeportal von NABU|naturgucker dokumentieren könnt.
Die in der Natur-App enthaltene Rubrik Pilze umfasst 548 Porträts von Arten und Taxa aus dieser Organismengruppe.
Lasst euch nicht vom Wörtchen App täuschen, es ist eigentlich eine spezielle kleine Website und ihr braucht sie nicht auf euren Smartphones zu installieren. Am Computer und auf dem Tablet könnt ihr sie übrigens auch nutzen. Neugierig geworden? → Dann klickt euch rein!
Die NABU|naturgucker-Akademie hat in Kooperation mit NABU|naturgucker-Reisen besondere Exkursionsangebote entwickelt, bei denen das gemeinsame Lernen an landschaftlich reizvollen und artenreichen Orten im Mittelpunkt steht: die Praxistage. Sie werden von erfahrenen Artenkenner*innen geleitet, die ihr Wissen an die Teilnehmenden weitergeben. Im Rahmen der Praxistage könnt ihr das in unseren Online-Kursen Erlernte vielfältig anwenden. Umgekehrt könnt ihr auch erst bei den Praxistagen dabei sein und währenddessen oder anschließend euer neu erworbenes Wissen mit unseren E-Learning-Angeboten vertiefen – ihr habt die Wahl!
  1. Pilzparadies Bayerischer Wald
    25.08.2026 – zum 29.08.2026 (5 Tage)
    Leitung: Dr. Rita und Frank Lüder
    → mehr Informationen
     
  2. Submediterrane und mediterrane Pilzflora in Ligurien
    16.10.2026 – 22.10.2026 (7 Tage)
    Leitung: Peter Karasch
    → mehr Informationen
Hinweis: Die Praxistage können auch ohne Unterkunft, aber mit Verpflegung gebucht werden.
Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes), (c) Dr. Rita Lüder/NABU-naturgucker.de
Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes)
(c) Dr. Rita Lüder/NABU-naturgucker.de
1. Sprödblättler (Russulales)
       1.1 Täublinge (Russula s. l.)
       1.2 Milchlinge (Lactarius s. l.)
2. Ritterlingartige (Tricholomateles)
       2.1 Wachsblättler: Schnecklinge (Hygrophorus
       2.2 Wachsblättler: Saftlinge (Hygrocybe und Gliophorus
       2.3 Ritterlingähnliche: Ritterlinge (Tricholoma)
       2.4 Ritterlingähnliche: Trichterlinge (Clitocybe s.l.)
       2.5 Ritterlingähnliche: Rötelritterlinge (Lepista)
       2.6 Ritterlingähnliche: Rüblinge (Collybia, Rhodocollybia, Gymnopus)
       2.7 Ritterlingähnliche: Helmlinge (Mycena)
       2.8 Ritterlingähnliche: Schwindlinge (Marasmius, Gymnopus,                              Marasmiellus u.a.)
3. Freiblättler und Tintlingartige (Agaricales)
       3.1 Champignonähnliche: Egerlinge oder Champignons (Agaricus)
       3.2 Champignonähnliche: Riesenschirmlinge (Macrolepiota und                      Chlorphyllum)
       3.3 Champignonähnliche: Schirmlinge (Lepiota und Echinoderma)
       3.4 Wulstlingähnliche: Wulstlinge (Amanita)
       3.5 Schwarzsporer: Tintlinge (Coprinus, Coprinellus, Coprinopsis,                      Parasola)
       3.6 Schwarzsporer: Faserlinge (Psathyrella)
4. Braunsporer (Cortinariales)
       4.1 Träuschlingähnliche: Schwefelköpfe (Hypholoma)
       4.2 Träuschlingähnliche: Träuschlinge (Stropharia)
       4.3 Träuschlingähnliche: Schüpplinge (Pholiota)
       4.4 Schleierlingähnliche: Schleierlinge (Cortinarius)
       4.5 Schleierlingähnliche: Häublinge (Galerina)
       4.6 Schleierlingähnliche: Risspilze (Inocybe, Inosperma)
       4.7 Schleierlingähnliche: Fälblinge (Hebeloma)
5. Rosasporer (Pluteales)
       5.1 Dachpilze (Pluteus)
       5.2 Rötlinge (Entoloma und Entocybe)      
/
Kapitel